Hundeleine Retrieverleine
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Retrieverleinen bieten gegenüber der normalen Kombination aus Führleine und Halsband einige Vorteile. Was es bei der Auswahl der Leine zu beachten gibt und wie man eine Retrieverleine richtig anlegen sollte, erfährst du hier. Außerdem findest du hier einige sehr schöne Hundeleinen aus Tau, Leder, Nylon und mehr. Da ist für jeden Geschmack etwas dabei 😉

Was ist eine Retrieverleine?

Hunter Retrieverleine Freestyle Reflect 170cm
Hunter Retrieverleine mit integrierten Reflektoren

Eine Retrieverleine, auch Moxonleine oder Agilityleine genannt, zeichnet sich durch die Kombination aus Führleine und Halsband aus.

Dadurch muss der Hund weder ein Halsband noch ein Geschirr tragen, was sowohl für den Hund als auch für das Herrchen/Frauchen einige Vorteile mit sich bringt. Auf dem Foto siehst du den üblichen Aufbau einer Retrieverleine.

Die größere Schlaufe wird dem Hund um den Hals gelegt. Um den Hund nicht zu würgen, besitzen die Leinen üblicherweise eine Zugbegrenzung (1). Diese verhindert, dass sich die Schlaufe bis ins Unendliche zuziehen kann.

Der Stopper (3) sorgt dafür, dass sich die Schlaufe nicht zu weit öffnen kann, damit der Hund die Leine nicht verliert. Der Gleitring (2) bewegt sich zwischen Zugbegrenzung und Stopp.

Manche Leinen besitzen eine Handschlaufe (4), die einen sicheren Halt bietet. Das Praktische an dieser Leine, sind die fest eingewobenen Reflektoren, die bei Dunkelheit und schlechtem Wetter für eine bessere Sichtbarkeit sorgen.

WICHTIG
Unbedingt darauf achten, dass die Leine eine Zugbegrenzung hat, damit dein Hund nicht gewürgt wird!!!

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Retrieverleine ohne Zugstopp

Die Halsung einer Retrieverleine ohne Zugstopp kann sich nahezu unendlich zuziehen, sodass der Hund regelrecht stranguliert wird, wenn er an der Leine zieht. Je stärker der Hund zieht, desto fester zieht sich die Schlaufe zu. Der Hund wird dabei nicht nur stark gewürgt, sondern es findet ebenso eine enorme Belastung des empfindlichen Halses und der Wirbelsäule statt. Schlimme Verletzungen sind dabei absolut möglich und zielführend in der Hundeerziehung ist das auch nicht – ganz im Gegenteil.

Leinen ohne Zugstopp sind nach § 7 Anforderungen an die Anbindehaltung Absatz 4 der TierSchHuV (Tierschutz-Hundeverordnung) verboten. Darin heißt es:

Es dürfen nur breite, nicht einschneidende Brustgeschirre oder Halsbänder verwendet werden, die so beschaffen sind, dass sie sich nicht zuziehen oder zu Verletzungen führen können.§ 7 Absatz 4 TierSchHuV

Achte beim Kauf einer Retrieverleine unbedingt darauf, dass sie einen Zugstopp besitzt. Die meisten bekannten, guten Hersteller von Hundezubehör bieten aus den genannten Gründen und der gesetzlichen Regelung auch gar keine anderen Retrieverleinen mehr an. Leider stößt man im Internet aber immer noch häufig auf Angebote, bei denen der Zugstopp fehlt.

WICHTIG
Retrieverleinen ohne Zugstopp sind nicht nur verboten, sondern können den Hund schwer verletzen und sind auch absolut ungeeignet für eine ordentliche, gewaltfreie Hundeerziehung!

Für welche Hunde ist eine Retrieverleine geeignet?

Labrador Retriever im Wasser
Der Labrador ist ein Seehund 🙂

Grundsätzlich ist diese Art Hundeleine für alle Rassen geeignet. Ursprünglich wurde die Retrieverleine bei Apportierhunden auf der Jagd eingesetzt. Daher kommt auch die Bezeichnung der Leine (retrieve: apportieren, zurückholen, herausholen). 

Beispiel Entenjagd: Sollte der Hund ein geschossenes Tier „herausholen“, konnte er schnell und einfach von jeglicher Halsung befreit werden. Dadurch verringert sich für den Hund das Risiko an Ästen, im Gebüsch oder im Wasser hängenzubleiben.

Retrieverleine richtig einstellen

Vor der Nutzung muss die Leine für deinen Hund individuell eingestellt werden. Dazu misst du den Umfang des Halses und stellst die Zugbegrenzung so ein, dass sich die Schlaufe so weit zuziehen kann, dass sie eng anliegt (ähnlich wie bei einem Halsband), der Hund aber NICHT gewürgt wird. Zum Messen eignet sich ein Schneidermaßband am besten. Falls du keines hast, kannst du auch eine Schnur oder ein Seil nehmen. Die Schnur einfach um den Hals legen und die Stelle, an der sich die beiden Enden berühren markieren. Dann hältst du die Schnur an einen Zollstock und misst die Länge bis zur Markierung.

Bedenke: Der Hundehals ist sehr empfindlich. Es ist nicht Sinn der Sache dem Hund weh zu tun! Deshalb unbedingt darauf achten, dass sich die Schlaufe nicht so weit zuzieht, dass der Hund gewürgt wird!

Retrieverleine richtig anlegen

Amy Labrador Retriever mit Retrieverleine
Ich mag meine Retrieverleine 🙂

Die Schlaufe der Retrieverleine wird über den Kopf des Hundes gezogen, sodass sie sich locker um den Hals legt. Der Zugstopp wurde zuvor so eingestellt, dass sich die Schlaufe nicht endlos zuziehen kann, sondern ähnlich fest wie ein Halsband sitzt, wenn der Hund mal an der Leine zieht. Läuft der Hund an der lockeren Leine, zieht sich die Schlaufe gar nicht zu, sodass die Halsung ebenfalls sehr locker sitzt. Der Stopper wird nah an den Gleitring gezogen. Dadurch wird verhindert, dass sich die Schlaufe zu sehr weitet und der Hund einfach seinen Kopf herauszieht. Die Begriffe Zugbegrenzung bzw. Zugstopp sowie Gleitring und Stopper werden im Abschnitt „Was ist eine Retrieverleine?“ genau erklärt.

WICHTIG
Bei den meisten Leinen muss man den Halsumfang von der Längenangabe abziehen. Deshalb unbedingt vor der Bestellung den Umfang messen, damit die Leine nicht zu kurz wird

Unsere Erfahrungen mit Retrieverleinen

Wir nutzen für unsere Amy (Labrador Retriever) mittlerweile ausschließlich Retrieverleinen und sind damit sehr zufrieden. Zuhause und beim Freilauf ist sie dadurch frei von allem, was „unangenehm oder nervig“ werden kann.

Labrador Retriever ohne Leine im Wald
Einfach durch den Wald flitzen – ohne lästiges Halsband (hier übrigens nicht Amy) 🙂

Unser kleiner Wirbelwind rennt auch gerne mal durchs Gebüsch bzw. durch den Wald. Selbstverständlich kann auch kein Bach, Fluss oder See ausgelassen werden. Dafür schwimmt sie einfach viel zu gerne. Wir fühlen uns einfach sicherer, wenn kein störendes Halsband im Spiel ist.

Was ist der Vorteil einer Retrieverleine?

Mit einer Retrieverleine kann der Hund sehr schnell abgeleint und wieder angeleint werden, ohne dabei ein Halsband oder Geschirr zu tragen. Ursprünglich war das vor allem bei der Jagd interessant, weil der Retriever, während er das geschossene Wild aus dem Wasser, einem Sumpf oder dichtem Bewuchs holt, von jeglicher Halsung befreit ist. Das senkt das Verletzungsrisiko, weil der Hund ohne Geschirr oder Halsband nicht im Gestrüpp hängen bleiben kann. Wer mit seinem Hund häufig im Wald oder am Wasser unterwegs ist, profitiert natürlich ebenfalls von diesem Vorteil.

Vorteile und Nachteile von Retrieverleinen

Hier findest du noch mal eine übersichtliche Tabelle über die Vor- und Nachteile, die uns bei der Verwendung von Retrieverleinen bzw. Moxonleinen aufgefallen sind.

Retrieverleine Pro & Contra
  • Schnell an-/ableinen
  • Kein Halsband / Geschirr notwendig
  • Individuell einstellbar
  • Verletzungsrisiko geringer
  • Hund ist abgeleint völlig frei
  • Gut um Leinenführigkeit zu trainieren
  • Bei falscher Anwendung kann der Hund stark gewürgt werden!!!
  • Kein Halsband -> keine Hundemarke
  • Kein Halsband -> kein „schnelles Festhalten“

Retrieverleine – Welche Länge?

Eine Retrieverleine sollte so lang sein, dass nach Abzug der Länge für die Halsung noch genug Freiraum für ein entspanntes Laufen an der Leine übrig bleibt. Viele Hersteller geben die Länge ohne Berücksichtigung der Halsung an. Das musst du vor der Bestellung unbedingt prüfen. Je größer der Hund, desto umfangreicher ist sein Hals und desto weniger bleibt von der vollständigen Länge übrig. Siehe dazu auch den Abschnitt Retrieverleine richtig einstellen. Die effektive Länge der Leine sollte mindestens 125cm betragen. Sonst hat man erfahrungsgemäß zu wenig Spielraum beim Gassi gehen. Besser ist eine effektive Länge von ca. 200cm. Falls es situationsbedingt nötig ist, kann sie einfach kürzer gehalten werden.

Bei der Länge der Retrieverleine wird meistens die vollständige, nicht die effektive Länge angegeben
Bei der Länge der Retrieverleine wird meistens die vollständige, nicht die effektive Länge angegeben

Retrieverleine – Welche Stärke?

Die Retrieverleine sollte bei einem mittelgroßen bis großen Hund eine Stärke von mindestens 10mm oder 13mm haben. Dadurch bietet die Halsung genug Auflagefläche, um am empfindlichen Hals des Hundes keine zu starke Belastung darzustellen, falls er doch mal stärker an der Leine zieht. Außerdem wird ein Einschneiden vermieden, was bei sehr dünnen Leinen passieren kann. Die Leine sollte umso stärker sein, je größer und schwerer der Hund ist. Für kleinere Hunde ist eine Stärke von 6mm oder 8mm auch in Ordnung.

Retrieverleine kaufen – Empfehlungen

Du hast dich für eine Retrieverleine entschieden und suchst nun passende Angebote? Dann stöber doch einfach mal unsere Empfehlungen durch. Hier findest du Leinen in verschiedenen Farben und Materialien. Tau, BioThane, Leder – Für jeden Geschmack und Geldbeutel ist etwas dabei 😉

Empfehlung: HUNTER RETRIEVERLEINE 260CM LÄNGE

HUNTER Freestyle Retrieverleine, Tau, mit integrierter Halsung, robust, wetterfest, 1,0/260 cm, schwarz
HUNTER Freestyle Retrieverleine, Tau, mit integrierter Halsung, robust, wetterfest, 1,0/260 cm, schwarz*
von Hunter
  • Flexible Führleine mit integrierter Halsung für Hunde, mit robustem Polyamid-Kern und Tau-Material - für jede Wetterlage geeignet
  • Durch die runde Form ist die Halsung besonders fellschonend
  • Der integrierte Stoppring dient zur optimalen Anpassung an den Hund und verhindert ein ungewolltes Zusammenziehen der Halsung
  • Durch einen Spezialschieber lässt sich die Leine individuell und je nach Situation stufenlos verstellen
  • Größe: Länge max. 260 cm | Durchmesser 1,0 cm
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Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

Weitere Angebote für Retrieverleinen

Weitere aktuelle Angebote zu Retrieverleinen aus Tau, Nylon oder BioThane findest du hier.

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Günther
Günther
2 Jahre zuvor

Wir haben seit 40 Jahren Hunde und fast so lange nutzen wir auch Retrieverleinen. Wer hier von Würgehalsbändern redet, hat keine Ahnung. Bei richtiger Anwendung passiert da gar nichts, außer dass dir dein Hund weniger auf der Nase rumtanzt. Wahrscheinlich kommt die meiste Kritik von den Leuten, die sich von ihrem 50kg Hund an einem weich gepolsterten Geschirr quer durch den Wald zerren lassen. Ziehen und erziehen sind 2 Paar Schuhe… Die Vorteile werden im Artikel sehr gut deutlich. Vielen Dank dafür!